Helmuts Weblog - Webwork und Internet


Gunter Dueck Professionelle Intelligenz Worauf es morgen ankommt

Von Helmut am 22. Januar 2012 um 17:59

Gunther Dueck ein begnadeter Redner, ich muss mir alle seine Vorträge auf YouTube ansehen.

Durch einen solchen Vortrag bin ich auf sein aktuelles Buch “Professionelle Intelligenz Worauf es morgen ankommt” aufmerksam geworden. Ein Buch für alle Interessierten auf dem Weg zu Digital Natives.

Besonders das vierte Kapitel ” Das Bildungssystem und die Nichtachtung des Individuums” hat es mir angetan, da könnten sich unsere Politiker und Gewerkschafter einiges abschauen.

Herr Dueck beginnt das Buch mit der Beschreibung des Alltags, in dem das bloße Fachwissen und das normales “Schlausein” nicht mehr ausreichen. Damit man eine Vorstellung vom Istzustand und vom Sollzustand dieser Welt bekommt. Was bringt uns von dem einen in den anderen? Herr Dueck schlagt eine Erweiterung unserer persönlichen Entwicklung vor. Wir brauchen eine Erziehung zur Professionalität.

Im zweiten und dritten Kapitel beleuchtet Herr Dueck die klassische Intelligenzkonzepte und stelle einige „Teilintelligenzen“ des Menschen zur Diskussion, die heute in der Arbeitswelt immer mehr gefordert sind und stelle Ihnen die Professionelle Intelligenz als integrierendes Dach aller Einzelintelligenzen dar.

Das vierte Kapitel prangert an, dass sich unsere Erziehungs-, Bildungs- und Managementsysteme nur beklagen, dass die Kinder nicht motiviert sind, dass die Schüler nicht schon als lernwillige Persönlichkeiten erscheinen und dass die Mitarbeiter nicht professionell genug sind.

Das letzte Kapitel wagt Herr Dueck einen Ausblick, dass die jetzige Internetrevolution eine ebenso große Wandlung in der Menschengeschichte einleitet wie der Buchdruck durch Gutenberg.

Der Commodore 64 wird 30 Jahre

Von Helmut am 07. Januar 2012 um 22:02

Ein Kultobjekt wird 30 Jahre, ein hoch dem Commodore 64 der unvergessliche und unverwüstliche Brotkasten.

Der C64 war auch mein Einstieg in die Welt der Computer.  Bevor ich mein hart erspartes Geld in einem C64 investieren konnte habe ich mir einen TI-99 gekauft da er doch ein bisschen billiger war. Das war der Rechner mit einer ROM cartridge auf der rechten Seite. Den TI-99 hatte ich aber nur kurz, es war die Verlockung des C64 mit seinen Möglichkeiten doch zu groß.

Meine Lieblings Spiele waren: Prince of Persia, Flight Simulator, Boulder Dash, Winter Games, Summer Games, Popeye, Zaxxon, Ghostbusters und viele weitere.

Spiegle Online hat zum Geburtstag des C64 einen interessanten Bericht (als PDF) dazu veröffentlicht.

Weiters hat es mich fasziniert über ein Modem (Bausatz von Printtechnik) mit anderen über das FIDO-Netz in Verbindung zu treten, da war das Internet noch kein Thema. Mein bevorzugter Node war damals die Ollersbacher Chaos Box Node 2:313\19. Mit 300 Baud danach mit 1200 bis 9600 Baud konnte man sich mit dem Node verbinden und mit den anderen die sich zu dem Zeitpunkt eingewählt hatten in Verbindung treten.

Hugo Portisch Was jetzt

Von Helmut am 05. Januar 2012 um 16:18

Ein sehr gut geschriebenes Buch von Hugo Portisch. Die Welt ist aus den Fugen. Die Lage ist ernst. Die Frage scheint berechtigt: Ist Europa noch zu retten? Unsere Währung, der Euro? Und wer eigentlich hat diese EU erfunden? Wer und weshalb? Ist man uns da nicht eine Menge Antworten schuldig geblieben?

Die Frage stellt sich auch Hugo Portisch. Aber er kennt die Antworten und bleibt sie uns nicht schuldig.

Besonders beeindruckt hat mich die komprimierte Darstellung unserer Geschichte, in der wir bereits zweimal eine Finanzkrise durchlaufen haben.

Im Jahr 1922 rutschte die aus dem Kaiserreich herausgeschälte Republik Österreich in eine schwere Finanzkrise. Die Republik Österreich war pleite. Der damalige Bundeskanzler Ignaz Seipel reiste nach Genf zum Völkerbund und bat die Weltgemeinschaft um Hilfe. Der Völkerbund war bereit eine großzügige Anleihe zu gewähren, einen Rettungsschirm im Ausmaß von 880 Millionen Goldkronen. Das Geld kommt von den großen banken, die Staaten übernehmen ihnen gegenüber nur die Garantie.

Der erste Rettungsschirm des Völkerbundes hat nicht gereicht, Österreich aus der Pleite zu bringen. 1932 musste der Völkerbund einen zweiten Rettungsschirm aufspannen, eine Anleihe in der Höhe von weiteren 300 Millionen Schilling mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

Die Folgen der strangulierenden Bedingungen der Völkerbund-Anleien waren verheerend und trugen wesentlich dazu bei, dass sich die Gegensätze zwischen politischen Lagern verschärften. 1934 kam es dann zum Bürgerkrieg.

Die offenen Zahlungen für die Anleihe wurden bis zum Jahr 1973 weitgehend getilgt uns der Rest 1980 beglichen. Es hat zwar fast 60 Jahre gedauert , aber keiner der Gläubiger hat draufgezahlt.

Im Hinblick auf die aktuelle Finanzkrise und die Diskussion über Grichendland, Itlien u.s.w sollten wir uns das wieder in Erinnerung rufen.