Peter Rabl „Der Unwohlfahrtsstaat“

rablEin lesenswertes Buch über die aktuelle Lage der Politik << Schönreden statt Probleme Lösen >>. Peter Rabl @RablPeter hinterfragt in dem Buch ob unser System noch Zukunft hat, die Probleme werden angesprochen und auf dem Punkt gebracht. Nachfolgend ein paar Infos zu den Kapiteln die mir besonders gut gefallen haben.

Kapitel 3 “ Die digitale Revolution frisst Jobs“. Der Autor beschreibt in diesem Kapitel die gravierenden Veränderungen der digitalen Arbeitswelt.

Vor allem IT-Unternehmen und die Kreativwirtschaft verlagern ihre Projekte, in kleine Arbeitspakete zerlegt und via Internet weltweit ausgeschrieben, in die virtuelle Cloud.

Kapitel 4 „Die Babyboomer kommen ins Pensionsalter“. Eine düstere Prognose was auf meine Generation zukommt und was durch die Politik verschlafen worden ist.

Bis zum Jahr 2035 werden wir den historisch größten Alterungsschub  der Gesellschaft erleben. Binnen 20 Jahren kommen mit 750.000 über 65 Jährigen so viele Menschen ins Pensionsalter wie in den vergangenen 60 Jahren seit 1955.

Kapitel 5 „Probleme, die man verdrängt, kann man nicht lösen“ In diesem Kapitel wird das Thema der Gastarbeiter aus den 70er Jahren bis zu den derzeitigen Flüchtlingen verständlich beschrieben.

Insgesamt werden die Themen in 10 spannende Kapitel abgehandelt.

Gunter Dueck – Worauf es morgen ankommt

Gunther Dueck ein begnadeter Redner, ich muss mir alle seine Vorträge auf YouTube ansehen.

Durch einen solchen Vortrag bin ich auf sein aktuelles Buch „Professionelle Intelligenz Worauf es morgen ankommt“ aufmerksam geworden. Ein Buch für alle Interessierten auf dem Weg zu Digital Natives.

Besonders das vierte Kapitel “ Das Bildungssystem und die Nichtachtung des Individuums“ hat es mir angetan, da könnten sich unsere Politiker und Gewerkschafter einiges abschauen.

Herr Dueck beginnt das Buch mit der Beschreibung des Alltags, in dem das bloße Fachwissen und das normales „Schlausein“ nicht mehr ausreichen. Damit man eine Vorstellung vom Istzustand und vom Sollzustand dieser Welt bekommt. Was bringt uns von dem einen in den anderen? Herr Dueck schlagt eine Erweiterung unserer persönlichen Entwicklung vor. Wir brauchen eine Erziehung zur Professionalität.

Im zweiten und dritten Kapitel beleuchtet Herr Dueck die klassische Intelligenzkonzepte und stelle einige „Teilintelligenzen“ des Menschen zur Diskussion, die heute in der Arbeitswelt immer mehr gefordert sind und stelle Ihnen die Professionelle Intelligenz als integrierendes Dach aller Einzelintelligenzen dar.

Das vierte Kapitel prangert an, dass sich unsere Erziehungs-, Bildungs- und Managementsysteme nur beklagen, dass die Kinder nicht motiviert sind, dass die Schüler nicht schon als lernwillige Persönlichkeiten erscheinen und dass die Mitarbeiter nicht professionell genug sind.

Das letzte Kapitel wagt Herr Dueck einen Ausblick, dass die jetzige Internetrevolution eine ebenso große Wandlung in der Menschengeschichte einleitet wie der Buchdruck durch Gutenberg.

Hugo Portisch Was jetzt

Ein sehr gut geschriebenes Buch von Hugo Portisch. Die Welt ist aus den Fugen. Die Lage ist ernst. Die Frage scheint berechtigt: Ist Europa noch zu retten? Unsere Währung, der Euro? Und wer eigentlich hat diese EU erfunden? Wer und weshalb? Ist man uns da nicht eine Menge Antworten schuldig geblieben?

Die Frage stellt sich auch Hugo Portisch. Aber er kennt die Antworten und bleibt sie uns nicht schuldig.

Besonders beeindruckt hat mich die komprimierte Darstellung unserer Geschichte, in der wir bereits zweimal eine Finanzkrise durchlaufen haben.

Im Jahr 1922 rutschte die aus dem Kaiserreich herausgeschälte Republik Österreich in eine schwere Finanzkrise. Die Republik Österreich war pleite. Der damalige Bundeskanzler Ignaz Seipel reiste nach Genf zum Völkerbund und bat die Weltgemeinschaft um Hilfe. Der Völkerbund war bereit eine großzügige Anleihe zu gewähren, einen Rettungsschirm im Ausmaß von 880 Millionen Goldkronen. Das Geld kommt von den großen banken, die Staaten übernehmen ihnen gegenüber nur die Garantie.

Der erste Rettungsschirm des Völkerbundes hat nicht gereicht, Österreich aus der Pleite zu bringen. 1932 musste der Völkerbund einen zweiten Rettungsschirm aufspannen, eine Anleihe in der Höhe von weiteren 300 Millionen Schilling mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

Die Folgen der strangulierenden Bedingungen der Völkerbund-Anleien waren verheerend und trugen wesentlich dazu bei, dass sich die Gegensätze zwischen politischen Lagern verschärften. 1934 kam es dann zum Bürgerkrieg.

Die offenen Zahlungen für die Anleihe wurden bis zum Jahr 1973 weitgehend getilgt uns der Rest 1980 beglichen. Es hat zwar fast 60 Jahre gedauert , aber keiner der Gläubiger hat draufgezahlt.

Im Hinblick auf die aktuelle Finanzkrise und die Diskussion über Grichendland, Itlien u.s.w sollten wir uns das wieder in Erinnerung rufen.

11 Managementsünden, die Sie vermeiden sollten

11managementsünden

Ein sehr empfehlenswertes Buch von  Klaus Schuster, der mit sehr vielen Beispielen besser gesagt Geschichten aus seiner Beratungs-Praxis aufwarten kann. Mit viel Humor werden die häufigsten Managementsünden in der Realität des Managementalltags beschrieben.

Nachfolgend die Auflistung der 11 Managementsünden:

1. Arbeiten Sie sich zu Tode!
2. Erzählen Sie keinem, was Sie vorhaben!
3. Stellen Sie die falschen Leute ein!
4. Machen Sie am besten alles selbst!
5. Nur ja nix unterschreiben!
6. Demotivieren Sie Ihre Mitarbeiter!
7. Haben Sie keinen Spaß!
8. Reden Sie Chinesisch!
9. Managen Sie schneller als Sie denken können!
10. Setzen Sie Frauen nur zum Kaffeekochen ein!
11. Seien Sie ein gewissenloser Schuft!

Wikinomics Die Revolution im Netz

wikinomics.jpgIch lese gerade „Wikinomics“ von Don Tapscott und Anthony D. Williams. Dieses Buch ist für alle die wissen wollen, wie sich das Web 2.0 auf die Wirtschaft von morgen auswirken wird.

Immer mehr Menschen nutzen Online-Foren, sind begeisterte Blogger, arbeiten aktiv mit bei Projekten wie Open Source oder Wikipedia – beruflich und privat.

Ausgeschlafene Unternehmen erkennen die Zeichen der Zeit und nutzen die neue Macht der mündigen Kunden, die sich nicht länger alles vorsetzen lassen: Sie öffnen mutig die Unternehmensgrenzen und laden buchstäblich Zigtausende von Kunden und Nutzern zum Dialog ein. So erfahren sie früher als andere, welche Produkte die Menschen wirklich begeistern, von welchen Dienstleistungen sie träumen – und wofür sie bereit sind zu bezahlen.

Doch die besten Unternehmen bleiben dabei nicht stehen: Sie binden einen riesigen Talent-Pool von Forschern, Produktentwicklern, Trendscouts aus aller Welt ein. Entscheidend ist nicht, ob sie zum Unternehmen gehören oder ob sie in Amerika, Europa oder Asien leben – entscheidend ist allein, dass sie eine gute Idee mitbringen.